„Heirat!“ – Sie, wer wüsst’ das nicht,
führt zum ‚Bund auf lange Sicht’ -
von zwei Menschen, ganz genau
eines Paars, meist Mann und Frau.
War’s sich anfangs noch ‚entfernt’,
hat ’s zu lieben sich gelernt,
und in vielen schönen Stunden
Herz an Herz dann zart gebunden.
Glücklich, mit Gefühl, bewegt,
wurd’ ein Datum festgelegt,
festlich alles vorbereitet,
dass man hin ‚zum Schwure’ schreitet.
Eltern, Freunde, Onkel, Tanten,
meist noch weitre Anverwandten
wurden gerne eingeladen,
dass sie mit im Glücke ‚baden’.
Schön gestaltet wird die Feier,
häufig ist das Fest recht teuer.
Doch es geht, nur einmal eben,
meistens – um den Bund für ’s Leben!
Manche(r) hebt drum gerne an,
was zu sagen. Was man dann
meistens tut: Man wünscht viel Glück -
und schwenkt auch den Blick zurück.
Wo das Paar sich einst begegnet,
wie ’s geschah: Hatt’ ’s grad ‚geregnet’?
War’s nur heimlich – war’s gleich offen
hat’s sich täglich bald getroffen?
Gab es etwas, das mal störte
was gar, anfangs(?), Streit bescherte?
Hat man erst was ‚ausgelotet’,
wurd’ wer anders ‚ausgebootet’?
Und wer sind sie denn, die beiden?
Was mag wer an wem grad leiden.
Wer kann was besonders gut,
auch, was wer beruflich tut?
Wann geboren, aufgewachsen -
wo genau? - In Hessen, Sachsen?
Wo zur Schule einst gegangen,
welche Hobbys angefangen?
Was das Paar gemeinsam macht,
was es schätzt, wann gern es lacht?
Welche Hürden ’s schon genommen,
welchen Berg es gar erklommen?
Wo es hin im Urlaub fährt,
was es gern, was nicht, ‚beehrt’?
Was es stärkt und was grad ’s eben
fördert auf dem Weg durch ’s Leben?
Was es täglich gern erlebt,
‚wo es vor’ vor Angst fast bebt?
Hat es, falls, dann welche Ziele?
Will es Kinder, wenn, wie viele?
Ist es hübsch, schön anzusehen,
mag es festlich aus gern gehen?
Hat es vor, voll Selbstvertrauen
‚Haus und Hof’ sich aufzubauen.
Will man gern es unterstützen,
könnt’ besonders ihm was nützen.
Wünscht’ man - außer Glück - noch mehr,
schenkt man etwas, gilt, was? - sehr?
Will man von den Anverwandten,
Eltern, Freunden und Bekannten
ganz persönlich wen erwähnen?
Gab’s, weshalb, bei wem, schon Tränen?
Und wer ‚traut’ sich, zu bezeugen,
dass die Zwei sich zu auch neigen?
Hebt man jemand noch hervor:
Pastor? Jungfern? Kinder? Chor?
Und wie heißen sie, die beiden
die sich nun für sich entscheiden?
Gibt es angesichts der Trauung
mehr zu sagen - zur Erbauung?
Was soll beide nie verdrießen,
was - vergnügt - soll’n sie genießen?
Was will für ’s vereinte Leben
Ihnen gern man mit noch geben?
Will man’s neue Glück begießen
und mit einem „Prosit“ schließen?
Hätt’ man sonst was gern dabei?
Ja? Dann nenn’ man’s frisch und frei!
Und natürlich auch, was nicht
drinnen steh’n soll im Gedicht! –
Kann’s das Brautpaar recht beglücken,
wird’s sich freuen mit Entzücken …
… wie der ‚Rest’ der Gästeschar,
die dem Redner dankbar ‚war’,
dass er sprach, und das so schön!
Soll ’s so sein, wird ’s so gescheh’n!
* Dieses Gedicht ist quasi der ‚Fragebogen’. Aus den entsprechenden Antworten entsteht dann auf Wunsch das individuelle Gedicht.